Heute Mittag sind Theo und ich gestartet. Nachdem ich die lange Packliste abgearbeitet hatte und alles im Auto verstaut war, ging es los. Auf ins Abenteuer „Harzer-Hexenstieg“.
Die Fahrt nach Osterode war wenig spektakulär. Die meiste Zeit ging es über Land- und Bundesstraßen an mehr oder minder großen Ortschaften vorbei. Insgesamt waren wir nur gut 2 Stunden unterwegs – ich wusste gar nicht, dass der Harz so „nah“ ist.

Vor Ort angekommen beziehen wir unser nettes kleines Wanderhotel. Am Empfang liegt schon ein Brief vom Reiseveranstalter für uns bereit. Darin sind letzte Infos zum Gepäcktransport und die Stempelhefte für die Harzer Wandernadel. Denn im gesamten Harz gibt es 222 Stempelstellen, die man sammeln und hinterher in entsprechende Wandernadeln umsetzen kann. Theo und ich sammeln für die Nadel vom Harzer-Hexenstieg. Und natürlich auch für alle anderen Nadeln, denn die Stempel verfallen zum Glück nicht.
Am späten Nachmittag machen wir uns noch auf den Weg, um einen Blick in die Stadt zu werfen. Osterode selber ist wenig aufsehenerregend. Kleines Städtchen, das – wie zurzeit fast alle Innentstädte – deutlich in Coronahand ist. Überall Hinweise auf Maskenpflicht und Abstände. Aber die Außenplätze der Caffees sind bei dem sonnigen Wetter immerhin gut besucht.
Theo und ich bummelen über den Marktplatz, an der Söse entlang bis zum Pakrplatz Bleichestelle. Hier wollen wir morgen das Auto abstellen und auf unsere Wanderung starten. Ein bißchen mulmig ist mir ja schon. Ob das alles klappt? Ob Theo und ich die Tagesetappen schaffen? Was, wenn irgendwas schief geht? Wäre ja sehr peinlich, wenn ich euch schreiben müsste, dass ich – aus welchen Gründen auch immer – abgebrochen habe. Aber ich habe noch meinen lieben Mann im Ohr, der gesagt hat: „Mensch, das ist nen Mittelgebirge. Was soll da schon passieren?“ Lassen wir uns also überraschen!
Den Abend hab ich – bis auf ein sehr leckeres Abendessen im Hotelrestaurant – mit Theo auf dem Zimmer verbracht. Kuschelrunde für den Hund und entspanntes Filmchen für Frauchen via Internet.
Kurz vorm Schalfengehen fällt mir wieder ein, dass ich in den ersten Nächten an neuen Orten immer schlecht schlafe. Unbekannte Geräusche, Gerüche, Lichter und so. Nicht unbedingt die beste Voraussetzung, um in der kommenden Woche jeden Abend an einem neuen Ort zu übernachten 😉 Na, wir werden sehen, wie es klappt…






Da bin ich aber sehr gespannt, wie es bei euch weitergeht. Ich bin mit meinem Hund Bobby sehr viel im Harz unterwegs. Die 222 Stempel der Harzer Wandernadel haben wir auch schon, aber den Harzer Hexenstieg im ganzen sind wir noch nie gegangen. Vielleicht ist dieses Jahr wegen der eingeschränkten Reisemöglichkeiten ja der richtige Zeitpunkt dafür. Mal schauen. Liebe Grüße von Andrea
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Ja, deinen Bericht über den letzten Stempel hab ich vor meiner Reise noch gelesen. Respekt und Glückwunsch dazu. Bis zum Wanderkaiser wird es bei uns wohl noch etwas dauern. Aber der Anfang ist ja schon mal gemacht 😉 Harzer-Hexenstieg kann ich nur empfehlen – ist (bis auf wenige Ausnahmen) ne tolle Strecke.
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