Eigentlich … wollte ich auch in diesem Jahr mit Dackel Theo wandern gehen. Wieder eine Woche von Hotel zu Hotel. Mal rauskommen, abschalten, wieder die langsamere Gangart entdecken.

Dieses Mal sollte es auf den Heidschnucken Weg von Fischbeck in der Nordheide bis nach Soltau gehen. Ca. 112 Kilometer durch sanfte Hügel, vorbei an den großen Heideflächen, kurze Stippvisite bei den Heidschnucken. Und Abends dann wieder nach einen guten Abendessen erschöpft und müde ins Bett fallen. So hatte ich es mir vorgestellt.
Doch dieses Mal kam keine erlösende Mail vom Reiseanbieter. Kein „es klappt; wir haben alles geregelt, Sie können anreisen“. Dieses Mal kam die Absage. 10 Tage bevor bevor es losgehen sollte. Denn der Heidschnuckenweg führt mitten durch Niedersachsen – und die hielten bis vor 3 Tagen am „Landeskinder-Prinzip“ fest. Nur Menschen mit Wohnsitz in Niedersachsen dürfen aus touristsichen Zwecken in Niedersachsen übernachten.
Und jetzt? Der Urlaub ist schon eingereicht und wieder zurückzeihen geht nicht. Aber Urlaub zu Hause? Während mein Mann weiter arbeitet? Um mich rum quasi das Betreibsgelände – meine Gemeinde? Nein, das ist kein Urlaub. Und ich kenne mich. Die Selbstdisziplin, während der Urlaubswoche nicht in mein Arbeitszimmer zu gehen, habe ich nicht!
Also habe ich mich vor 10 Tagen hingesetzt und gegoogelt, wo gerade überhaupt was geht. Nach kurzer Recherche war klar: Schleswig-Holstein könnte eine Alternative sein. Denn dort gibt es schon seit Anfang Mai verschiedene Modellregionen, in denen man – natürlich unter Auflagen – Urlaub machen kann. Doch wohin genau sollte es gehen? Ich wollte schon immer mal nach Sankt-Peter-Ording. Das soll auch mit Hund total super sein. Leider hatten die Idee noch andere. Und so konnte ich mich entweder zwischen dem Super-Luxus-Spa-Hotel mit direkter Strandlage oder einer Pension in 3. Reihe entscheiden, die sich leider auf meine Anfrage nach einem Zimmer lediglich mit dem Satz „Wir haben nur Doppelzimmer!“ zurückgemeldet hat. Also hieß es weiter suchen.

Dabei war mir der Ort oder die Frage, ob Nord- oder Ostsee ziemlich egal. Hauptsache nen Zimmer, wo der Hund mit kann, das Meer oder ein See nicht allzuweit entfernt und vielleicht noch nen angeschlossenes Restaurant, damit ich mich darum nicht kümmern muss. Und was soll ich sagen: Ich bin fündig geworden! Montag geht es los. Eine Woche mit Hund ins Hinterland von Eckernförde. Genauer gesagt in die Hüttener Berge. Kennt ihr nicht? Ich bis dahin auch nicht. Macht aber nix, kann ich ja kennenlernen. Außerdem steht das Hotel quasi irgendwo im Nirgendwo. Um mich herum nur Wiese, Wald und Wanderwege. Theo wird es freuen. Zum einen, weil da so viel Platz ist. Und zum Anderen, weil er nicht jeden Tag 18-20 Kilometer laufen muss. Wir machen Faulenzer-Urlaub. Werden ein wenig wanderen, uns mal hier und mal da ein Städtchen oder die Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal ansehen. Und wenn das Wetter dann noch ein klitzekleines bisschen mitspielt – vielleicht ist dann sogar mal ein Eis in einem Straßencafé drin.
Hallo Daniela, viel Spaß in den Hüttener Bergen! Ich war dort schon öfter. Es ist ein wunderbares Wanderrevier! Und hoffentlich momentan nicht soo überlaufen wie all die Orte an der Nord- und Ostsee.
Genieß die Tage!
Viele Grüße von Melanie Scholz (Beutel) aus Sörup.
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