Eigentlich trage ich meine Haare als kinnlangen Bob. Klassisch, schlicht, einfach! Als Teenie hab ich immer mal wieder rumprobiert. Mal kürzer, mal länger. Mal pumuckelrot, mal blauschwarz, mal ebenholz. Mit einer Mutter als Friseurin konnte ich da so Einiges ausprobieren. Aber seit gut fünf Jahren bleib ich meinem kinnlangen Bob nun schon treu!
Natürlich hab ich als Jugendliche auch von langen Haaren bis zum Popo geträumt. Na ja, nicht ganz. Aber wenigstens deutlich über die Schultern. In meiner Vorstellung sah das ganz wunderbar aus. Und die vielen verschiedenen Flecht- und Hochsteckfrisueren, die ich mir dann hätte machen können… großartig wäre das geworden!

Wie gesagt: wäre. Denn soweit ist es nie gekommen. Meine Haare sind dick und schwer und das heißt: alles, was über Kinn- bzw. Schulterlänge hinausgeht sieht einfach nur furchtbar aus. Nix mit sanften Wellen, Spannkraft oder seidigem Glanz. Sondern einfach nur platte Strähnen. Und wenn ich ehrlich bin: So schön Flecht- und Hochsteckfrisuren auch sind – mir fehlt dazu einfach das Talent! Oder die Geduld! Oder beides! Überhaupt bin ich bei meinen Haaren eher der Typ: Hauptsache unkompliziert. Vielleicht mag ich deswegen meinen Bobschnitt so gerne. Den brauche ich nämlich nicht aufwendig über irgendwelche Bürsten und mit Hilfe von tausend Klämmchen föhnen, sondern einfach nur Kopf runter, Föhn reinhalten, warten, fertig!
Daher also klassischer Bob. Damit macht man nix verkehrt. Und jetzt, wo in Zeiten von Corona alle Friseure zu haben, ist das auch ziemlich praktisch. Denn ob so ein Bob nun kinnnlang oder 2-3 cm länger ist, tut dem Aussehen keinen Abbruch. Dachte ich….
Heute morgen entdeckte ich beim Blick in den Spiegel, dass wir die 2-3 cm länger deutlich überschitten haben. Langsam überqueren meine Haare die kritische Schulterlinie, aber der eigentlich nix mehr geht. Dringend wäre ein Besuch bei der Firseurin meines Vertrauens dran – aber das wird wohl noch dauern. Also hab ich kurzerhand die Tüte mit den Haargummis ganz hinten aus dem Badezimmerschränkchen gekramt. Gut, dass ich die nach meinem letzen „Lange-Haare-Versuch“ nicht weggeschmissen habe. Als hätte ich es geahnt!
Und so kommt jetzt, nach Jahren klassischer Bob, die Phase von Pferdeschwanz und Messy-Bun. Wenigstens für die nächsten Wochen. Und wer weiß, vielleicht lerne ich in diesem Lockdown doch noch, wie man vernünftige Flechtfrisuren macht 😉
P.S.: Ja, Mama, ich weiß, dass du mir die Haare schneiden würdest. Und wenn ich es gar nicht mehr aushalte, komme ich drauf zurück. Versprochen 🙂 Aber jetzt propiere ich die langen Haare erstmal aus!
Ich bin auch Friseurinnentochter und kenne das mit dem Ausprobieren von Schnitten und Farben nur zu gut! Und besondere Zöpfe oder Hochsteckfrisuren konnte man sich ja auch immer gut machen lassen, von daher fehlen mir ebenfalls die Geduld und die Fingerfertigkeit dafür. Hab mir das auch mal vorgenommen es zu üben, aber mache ich dann doch nicht.
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Ich hab heute morgen einen geflochtenen Zopf versucht – nach 5 Minuten endlich was zusammengefriemelt gehabt und dann sah es einfach blöd aus. Deswegen trage ich heute wieder nen praktischen „zusammengedrömmelten“ Knoten 😉
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